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Fensterverwaltung

Die Standard-Fensterverwaltung kann für jeden einzelnen Benutzer durch Setzen eines geeigneten Wertes der Variablen WINDOW_MANAGER in der Datei

$HOME/.config/slitaz/applications.conf

eingestellt werden. Das offizielle Handbuch (Englisch) beschreibt die Benutzeroberfläche bei doc.slitaz.org.

Standard in SliTaz 5.1 ist:

WINDOW_MANAGER=lxde-session

Wie slim konfiguriert wird um im Anmeldefenster zwischen verschiedenen installierten Fensterverwaltungen wählen zu können, ist bei xwindow#slim erklärt.

Awesome (nur i486)

Awesome ist eine sehr flexibel zu konfigurierende Fensterverwaltung neuester Generation für X-Fenster. Sie ist sehr schnell, erweiterbar und gemäß GNU GPLv2 lizensiert.

Sie ist in erster Linie gedacht für erfahrene Anwender, Entwickler und alltägliche Nutzer, die detaillierte Möglichkeiten zur Steuerung ihrer grafischen Oberfläche wünschen.

Awesome kann installiert werden mit:

# spk-add awesome

Dwm

Dwm ist eine minimalistische, dynamische Fensterverwaltung für X, entwickelt von Suckless, die auch die Entwicklung mehrerer anderer Fensterverwaltungen beeinflusst haben, etwa xmonad und awesome.

Äußerlich ähnelt sie wmii, ist aber viel einfacher aufgebaut.

Zur Verbesserung von Durchsatz und Sicherheit ist Dwm gänzlich in C programmiert. Der Einfachheit halber kann Dwm ausschließlich durch Änderung des Quellcodes konfiguriert werden. Ein Grundsatz des Projektes besagt, dass der Quellcode niemals 2000 Zeilen überschreiten soll; Optionen, die vom Nutzer modifiziert werden dürfen, sind alle in einer einzigen „header“-Datei enthalten.

Dwm kann installiert werden mit:

# spk-add dwm

Fluxbox

Fluxbox ist eine Fensterverwaltung für X, die auf dem Code von Blackbox 0.61.1 basiert. Sie benötigt sehr wenig Betriebsmittel und ist einfach zu benutzen, bietet aber dennoch viele Funktionen einer extrem schnellen grafischen Oberfläche. Sie ist in C++ programmiert und gemäß MIT lizensiert.

Fluxbox kann installiert werden mit:

# spk-add fluxbox

JWM - Joe's Window Manager

Joe's window manager, in C geschrieben, ist schnell, einfach, fehlerfrei, stabil und effizient. JWM bietet eine Taskleiste, ein Menü mit Symbolen und Blättermöglichkeit für Arbeitsflächen. Die Taskleiste kann auch als „Dock“ fungieren. JWM kann einfach über eine einzige Datei konfiguriert werden, wobei das Menü, die Schriftarten und ihre Größen sowie verschiedene Farben geändert werden können.

JWM kann installiert werden mit:

# spk-add jwm

Melden Sie sich dann ab, drücken Sie im Slim-Anmeldefenster die Taste F1 und wählen Sie jwm um Joe's window manager zu starten.

Sie können JWM zu Ihrer Standard-Fensterverwaltung machen, indem Sie in ~/.config/slitaz/applications.conf setzen:

WINDOW_MANAGER="jwm"

Melden Sie sich danach ab und wieder an.

JWM benutzen und konfigurieren

Die Anwendung Joe's Window Manager ist sehr schnell. Ein Klick irgendwo in der Arbeitsfläche zeigt das Menü. Die Größe eines Fensters kann an den Rändern oder Ecken geändert oder minimiert werden. Mit einer Blätterfunktion können Fenster auch auf eine andere Arbeitsfläche verschoben werden. Mit konfigurierbaren Tastaturkürzeln kann schnell auf vielbenutzte Anwendungen zugegriffen werden. Die globale Konfigurationsdatei ist /etc/jwm/system.jwmrc. Die benutzereigene Konfigurationsdatei heißt ~/.jwmrc. Dies sind Textdateien, die XML-Syntax enthalten und mit einem Texteditor bearbeitet werden können. Zeilen die mit <!-- beginnen, sind Kommentare, die die Bedeutung der Einträge erläutern.

Um die Anpassung der Arbeitsfläche zu erleichtern, wird beim Starten der ersten (grafischen) Sitzung eines Benutzers die globale Konfigurationsdatei nach ~/.jwmrc kopiert. Durch Ändern dieser Datei können Sie gefahrlos Änderungen der Arbeitsfläche ausprobieren, z.B.:

$ geany $HOME/.jwmrc &

Um die ursprüngliche Konfigurationsdatei wiederherzustellen, kann einfach die globale Konfigurationsdatei auf die benutzereigene Konfigurationsdatei kopiert werden:

$ cp /etc/jwm/system.jwmrc $HOME/.jwmrc

Das Kennzeichen RootMenu entspricht dem Menü, das angezeigt wird, wenn eine der (drei) Maustasten gedrückt wird. Mit dem Kennzeichen Menu kann eine Kategorie hinzugefügt werden, die Einträge für verschiedene Programme enthalten kann. Jeder Eintrag im JWM-Menü passt in eine Zeile. Es folgt ein Beispiel für einen GQview-Menüeintrag:

 <Program icon="gqview.png" label="GQview">gqview</Program> 

Es gibt auch viele Möglichkeiten, das Kontextmenü RootMenu bezüglich der Maustasten zu konfigurieren, die Methode zum Verschieben von Fenstern zu wählen, Gruppen zu erzeugen usw. Ein Handbuch ist bei der offiziellen Internetpräsenz von JWM einsehbar. Alle möglichen Kommandooptionen zeigt:

jwm -h

Einen eigenen JWM-Stil erzeugen

Es ist verhältnismäßig einfach, schnell einen eigenen grafischen Stil für JWM zu erzeugen, da die Kennzeichen anschaulich und die möglichen Attribute in den Kommentaren angegeben sind. Um die Auswirkungen von Änderungen zu betrachten, kann die Fensterverwaltung über das Menü oder mit dem Kommando jwm -restart neu gestartet werden. Die Kennzeichen zur Definition des Stils befinden sich in der Konfigurationsdatei hinter dem Kommentar <!-- Visual Styles -->. Es folgt eine kurze Liste der wichtigsten Stil-Kennzeichen mit einer kurzen Beschreibung:

  • Background verwaltet das Hintergrundbild. Dieses Kennzeichen unterstützt die Attribute solid (vollfächige Farbe), gradient (ab- oder ansteigender Farbverlauf), image (größenangepasstes Bild) oder tile (Kacheln mit einem Bild).
  • BorderStyle legt den Rand des Fensters fest.
  • TrayStyle definiert die Taskleiste. Die Taskleiste kann (unter anderem) automatisch versteckt werden oder nur einen Teil der Bildschirmbreite einnehmen, abhängig vom Attribut width.
  • TrayListStyle bestimmt den Stil der Liste offener Fenster der Arbeitsfläche.
  • PagerStyle definiert die Blätterfunktion zwischen (standardmäßig 4) Arbeitsflächen.
  • MenuStyle definiet den Stil der Menüs.
  • Das Kennzeichen IconPath bestimmt die verwendeten Symbole. Eigene Symbole können über den Pfadnamen des Verzeichnisses in dem sie sich befinden bestimmt werden. Es können mehrere Pfadnamen angegeben werden, so dass eigene Symbole und die globalen in den Verzeichnissen /usr/share/pixmaps und /usr/share/icons verwendet werden. SliTaz verwendet die Symbole des Motivs Tango für das Menü. Diese sind 16×16 Pixel groß und befinden sich im Verzeichnis /usr/share/icons/Tango. Diese können nach Belieben bearbeitet werden. Zur Installation eigener Symbole empfehlen sich die Verzeichnisse ~/Picture/Icons (Standard) oder ~/.Icons.

Farben können über ihren Namen oder die RGB-Angabe, wie etwa #3A4956 spezifiziert werden. Um Farbübergange festzulegen, müssen zwei Farben, getrennt durch einen Doppelpunkt, angegeben werden, z.B.: #6C0023:#3E1220. Mit dem Kennzeichen Font können Schriftarten und deren Größe bestimmt werden. Auch einige andere Kleinigkeiten können angepasst werden, etwa der Name eines Menüeintrags und sein Symbol. Vor dem Neustarten von JWM mit der neuen Konfigurationsdatei kann die Syntax geprüft werden:

$ jwm -p

Das offizielle Handbuch beschreibt alle Kennzeichen, Optionen und gültigen Attribute. Es ist bei https://joewing.net/projects/jwm/config.html einsehbar.

JWM Internetpräsenz

  • Bei der offiziellen Internetpräsenz von Joe's Window Manager findet man Neuigkeiten und ein ausführliches Handbuch.

Lxde

Lxde ist die Standard-Fensterverwaltung in SliTaz 5.1.

Openbox

Weitere Informationen im Kapitel Benutzeroberfläche

Pekwm

Pekwm ist eine Fensterverwaltung von Claes Nästén, die ursprünglich auf der Fensterverwaltung aewm++ basierte, aber mittlerweile so sehr weiterentwickelt wurde, dass sie aewm++ nicht mehr im mindesten ähnelt. Sie hat auch eine erweiterte Funktionalität, einschließlich Fenstergruppierung (ähnlich wie bei ion, pwm oder fluxbox), Xinerama-Unterstützung und vieles mehr.

Siehe auch Documentation

Spectrwm

Spectrwm ist eine kleine, dynamische, gekachelte Fensterverwaltung für X. Sie versucht sich im Hintergrund zu halten, so dass wertvoller Bildschirmplatz für wichtigere Dinge verwendet werden kann. Sie hat sinnvolle Voreinstellungen und zur Konfigurierung ist es nicht nötig, eine neue Sprache zu erlernen. Sie ist von Tüftlern für Tüftler geschrieben und will klein, kompakt und schnell sein.

Spectrwm kann installiert werden mit:

# spk-add spectrwm

Xfce

Xfce ist eine einfache Benutzeroberfläche. Sie ersetzt die standardmäßige OpenBox und PCManFM und basiert ebenfalls auf GTK+.

Zur Installation von Xfce kann das Meta-Paket 'xfce4' gewählt werden. Damit werden alle zugehörigen Pakete installiert.

Um Xfce verwenden zu können, muss die Anmeldeverwaltung Slim entsprechend konfiguriert werden.

Dies geschieht durch Anhängen von xfce4 in der Zeile sessions der Datei /etc/slim.conf. Diese Datei kann nur mit Administratorrechten bearbeitet werden:

sessions            openbox,jwm,xfce4

Dann kann (nach Drücken der Taste F1 im Anmeldebildschirm) Xfce ausgewählt und Benutzername und Kennwort eingegeben werden.

Xfce kann mit den folgenden Kommandos deinstalliert werden:

# spk-rm xfce4 xfce4-session xfce4-panel xfwm4 libxfcegui4 xfce-utils libxfce4util thunar thunar-volman xfconf
 
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